Full-House mit Hund

Eine Familie mit 3 Kindern - ein Kinderspiel.

USB-Ladebuchse im Wohnmobil nachrüsten

Die Jungfernfahrt haben wir hinter uns und müssen sagen: Bisher alles richtig gemacht. Jedoch viel mir am Abend auf, dass das Fahrzeug keine USB-Anschlüsse hat, die aus der Aufbaubatterie gespeist werden.

Autark stehen

Auf dem Platz –auf dem wir die eine Jungfernnacht verbrachten– gab es leider keinen Strom und so mussten wir autark stehen. Das heißt, dass die 220V-Steckdosen im Fahrzeug nicht zu gebrauchen sind und somit auch die Handyladegeräte nicht genutzt werden konnten. Der USB-Anschluss in der Fahrerkabine, ist nur zugebrauchen, wenn die Zündung an ist. Keine Option in der Nacht die Zündung an zu lassen.

Nachrüsten

Jetzt will ich mindesten vier USB-Anschlüsse nachrüsten, die über die Aufbaubatterie gespeist werden. Eine kurze Recherche ergab, auch das ist nicht so einfach.

  1. Da die Boardspannung von 12 Volt auf 5 Volt heruntergeregelt werden muss, verbraucht so ein Einbauteil auch dann Strom, wenn kein Gerät zum Laden angebracht ist. Das soll zwar relativ wenig sein, aber dennoch ist ein Verbrauch ohne Nutzen nicht das, was ich im Wohnmobil haben möchte. Wenn man diese Teile einbaut, sollte man immer einen Schalter mit einbauen1, der die Stromzufuhr zum USB-Anschluss kappt.
  2. Nun würde ich mich freuen, wenn ich Teile hätte, die auch eine gewisse Schnellladefunktion haben. So wie das verstanden habe, ist dafür unter Anderem (???) 2 die Höhe der Ampere wichtig. Aber alles was einen Ampere-Wert über 3 A hat, ist in der Regel mir schickem LED-Licht ausgestattet oder Aufbuchsen, die eher unschön aussehen.3 Und wenn ich schlafen und Handy aufladen gleichzeitig erledigen will, ist das Licht eher störend.
  3. Von den heißen Teilen –die mit LED-Licht zeigen, dass man gerade ein Gerät lädt– haben die Hersteller mitgedacht, denn von denen gibt es Ladebuchsen mit Ein-Aus-Schalter!4 Hammer! Aber eben immer noch mit Licht.

Wie auch immer… Von diesen habe ich nun erst einmal zwei Doppel-Buchsen5 bestellt. Wenn die dann da sind, werde ich die einbauen. Wir werden dann sehen, ob wir immer ein T-Shirt auf die Buchse legen müssen, wenn Geräte laden und wir schlafen wollen oder ob man sich das störende Licht als Nachtlicht einredet.

Ich werde berichten…

Fußnoten

Fußnoten
1, 3, 4, 5 Amazon-Affiliate-Link
2 Achso, hier nochmal ein Haftungsausschluss: Ich bin gelernter Friseur und kein Strippenzieher, alles fundiertes Halbwissen! Also alles nochmal selber prüfen und sich nicht auf mein Gewäsch verlassen.

Die ultimative Checkliste zum Wohnmobilkauf…

Als die heiße Phase begann, dass wir uns für ein Wohnmobil entschieden haben, habe ich mich gefragt, was ich denn nun alles überprüfen muss, wenn ich mich für das Fahrzeug entscheide und welche Punkte auch bei der Übergabe geprüft werden sollten.

Da ich ein Freund von Checklisten 1 bin, habe ich mein kleines Hirn und viele Quellen genutzt und eine Checkliste erstellt, die bei einem Wohnmobilkauf helfen kann, Dinge vor dem Vertrag anzumerken oder aber auch Mängel zu entdecken, die man vielleicht schnell mal übersieht.

Da ich selbst vorher noch kein Wohnmobil gekauft habe, besteht keine Garantie auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder sonst irgendwelche Verbindlichkeiten. Ich bin gelernter Friseur mit Akademiker-Händen und kein KFZ’ler…

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Liste beim Aussuchen und Untersuchen eines Wohnmobils helfen kann, Mängel zu erkennen und / oder den Preis zu drücken.

Du kannst Dir die Liste hier herunterladen. Vielleicht kannst Du sie benutzen oder für Dich anpassen.

Download “Ultimative Checkliste zum Wohnmobilkauf” 2021-07-24_WohnmobilCheckliste.md.pdf – 36-mal heruntergeladen – 274 kB

Und auch wenn ich mich mit der Liste sehr gut vorbereitet gefühlt habe, habe ich dennoch (bisher nur Kleinigkeiten) übersehen… #irgendwasistimmer

Fußnoten

Fußnoten
1 Ivan Blatter sagt immer, man solle alle Dinge, die man mehr als einmal macht, auf eine Checkliste schreiben. Ich füge noch hinzu: Mach Dir auch eine Liste, wenn die Dinge zu komplex werden, um jedes einzelne Element im Auge zu behalten

Das Wohnmobil steht vor der Tür

Es ist soweit, ein Traum der Familie geht in Erfüllung: Das Wohnmobil steht vor der Tür. Es ist ein Euromobil Activa One 650 VB geworden. Für uns das perfekte Fahrzeug. Jedenfalls in der Theorie – ob das Fahrzeug auch in der Praxis überzeugt, werden wir sehen.

Unser neues Fahrzeug

Wir haben uns außerdem entschieden, einen extra Instagram-Account für unsere Familien-Reisen zu erstellen. Wenn Du also Lust hast, folge uns auf dem neuen (momentan noch leeren) Account:

Wahlweise oder zusätzlich kannst Du uns auch auf den anderen beiden privaten Profilen folgen

So langsam geht es los…


Heute habe ich unterschrieben. Somit es es nur noch eine Frage der Zeit (Übergabetermin steht auch schon), wann das Wohnmobil vor der Tür steht. Ich war mit einem befreundeten Sachverständigen heute auf einer Probefahrt mit dem Euramobil 650 VB und das was gefunden wurde, sind im Prinzip nur Kleinigkeiten, die zugesichert (und vertraglich festgehalten) wurden, bis zur Übergabe zu beseitigen.

Jetzt gilt es: auf die Rechnung warten, bezahlen, Nummernschild holen, hinfahren, abholen und dann: Urlaub machen. Ach, warte… die Ferien sind ja schon um. Mist! Dann aber ein langes Wochenende irgendwo machen. Wann ist da das nächste eigentlich? Naja, spätestens in den Herbstferien geht es dann los – irgendwohin.

Vorher muss noch ein bisschen Grünzeug auf unserem Grundstück entsorgt werden, damit ausreichend Platz für das Gefährt da ist. Zeitgleich ist Schulanfang, das Semester geht wieder los, Hausarbeiten müssen gelesen und beurteilt werden. Wer keine Probleme hat, der macht sich eben welche.

Update: Wohnmobil

Manchmal geht es schneller als man denkt. Gestern haben wir uns ein Fahrzeug sehr genau angesehen und haben es für gut befunden. Der Preis ist genau an dem Tag um 2.100 € gesenkt worden. Das KFZ wurde von allen Familienmitgliedern als gut befunden. Das ist nicht selbstverständlich 😉

Es ist ein Fahrzeug aus der Vermietung und nicht mehr nagelneu, aber erst vor 2 Jahren das erste Mal zugelassen worden.

Wir haben nun einen Termin zur Probefahrt gemacht. Zu dem Termin werde ich mit einem Freund hinfahren, der KFZ-Sachverständiger ist. Der kann zwar auch nicht in den Motor hineinschauen, aber sieht auf jeden Fall mehr, als mein geschulter Pädagogenblick mit den Akademikerhänden.

Wir bleiben gespannt…

Auf der Suche nach einem Wohnmobil

2018 und 2019 haben wir uns jeweils ein Wohnmobil gemietet und sind damit losgezogen. Auch wenn es mit 5 Personen und Hündin hier und da schon eng werden kann, haben wir gemerkt, dass es eine Art des Urlaubs ist die uns gefällt. Dadurch, dass wir mit unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs waren, wissen wir nun auch, was wir wollen, wenn wir uns selbst mal ein solches Fahrzeug zulegen wollen. Und das wollen wir.

Durch die Pandemie ist es aber nun so, dass Hinz und Kunz sich ein Wohnmobil gekauft haben und der Markt leer und überteuert ist.

Außerdem haben wir uns eigentlich auf ein Fahrzeug eingeschossen. Einen Euramobil 650 VB. Da Euramobil aber nicht die günstigste Marke auf dem Markt ist, kommt da nur ein gebrauchter in Frage. Aber auch diese sind schon recht teuer.

Sowohl in mobile.de und ebay Kleinanzeigen habe ich Suchaufträge laufen und gucke täglich nach neu eingestellten Fahrzeugen.

Der Vorteil, dass es so lange dauert, bis sich ein Fahrzeug zeigt, was dann unseren Wünschen entspricht, ist, das wir in dieser Zeit noch ein bisschen Kohle an die Seite schaffen können, um ein höherpreisiges KFZ käuflich zu erwerben.

Also, falls das jemand liest, der einen Eura 650 VB mit drei Stockbetten zu verkaufen hat, der kann sich ja mal bei uns melden 😉 Wir freuen uns auch auf Vorschläge, zu anderen Wohnmobilen, die wir vielleicht noch nicht auf dem Schirm haben.

Kriterien für unser Wohnmobil

  • min. 4 feste Schlafplätze (besser 5)
  • min. 5 eingetragene Sitzplätze für die Fahrt (besser 6)
  • gerne unter 7 Meter (von mir aus auch länger, aber die HerzKönigin… 😉 )
  • gerne zwei Sitzgruppen.
  • gerne doppelten Boden
  • GFK Wände
  • gerne aufgelastet über 3,5 t
  • Alkoven oder Vollintegierter

Was ich gar nicht möchte, ist ein roher Transporter, denn ich dann ja suuuper selber aus bauen kann. Ich habe hier zu Hause schon genug Gefrickel, das brauche ich dann nicht auch noch im Urlaub.

Meine Brötchen

Sonntagsbrötchen schnell und einfach selbst machen

Wenn ich auf Instagram Bilder der Sonntagsbrötchen poste, bekomme ich immer wieder Anfragen, ob ich nicht mal das Rezept versenden könnte. Und natürlich mache ich das gerne. Und dann habe ich mir gedacht, ich könnte das Ganze auch mal in ein Video packen und schon ist es da:

Das Rezept in Bildern

Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach einem guten und einfachen Brötchenrezept und ich denke, mit diesem hier habe ich ein gutes gefunden. Als Basis dafür dient das Brötchenrezept von Thomas.

Meine Brötchen
Meine Sonntagsbrötchen

Brötchen ohne viel Kneten

MengeZutatVerarbeitung
750 gDinkelmehlmit
15 gSalzvermengen.
4-6 gfrische Hefein
400 gWasserauflösen und
30 gÖlhinzugeben.
Trockene und feuchte Zutatenvermengen.
Nicht kneten.
Übernacht bei Zimmertemp. gehen lassen.
Am nächsten morgen Teiglinge schleifen, nochmals 20-30 Minuten gehen lassen und einschneiden.
Bei vorgeheiztem Ofen auf 250 Grad ober- Unterhitze 20 – 25 min backen.
Wenn die Brötchen in den Ofen kommen, dann eine Tasse Wasser auf den Boden des Ofens geben und Temperatur auf 200 Grad reduzieren.
Mit Wasser besprühen kurz bevor sie fertig sind.
Das Rezept in Kürze

Der genutzte Teigschaber ist von backefix: https://amzn.to/30roKrs (Affiliate Link)

Ferien – Endlich…

Nun sind in Schleswig-Holstein endlich Ferien. Aber entgegen der Planung, haben wir weder ein Wohnmobil gekauft noch gemietet. Die Lage scheint uns noch zu angespannt zu sein. Die Stellplätze sind augenscheinlich überfüllt und „wildes Campen“ wird von den Ordnungsämtern wohl eher geahndet. Und nu‘? 6 Wochen gammeln? Nicht wirklich und doch ein bisschen.

Am letzten Samstag haben wir uns hingesetzt und mal notiert, was wir so alles machen wollen. Darunter sind aber nicht nur Ausflüge und Highlights, sondern auch, die „Mach-Deine-Scheiße“-Dinger, wie Fynn Kliemann sagen würde. Nur, dass wir nicht einen MDS-Tag haben, sondern MDS-Ferien.

Das erste, was ich abhaken kann, ist das Erneuern der Kühlpaste auf der CPU des Rechners meiner Tochter. Das Thinkpad lief beim Rendern von Videos, die sie selbst erstellt, immer so heiß, dass es sich einfach abschaltete.

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Einmal neue Kühlpaste.. #thinkpad #vater #tochter

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Das erste Proberendern lief ohne Probleme. Mal gucken, was wir als nächstes angehen, die Liste ist jedenfalls noch voll – sehr voll.

Nachhaltigkeit geht anders, …

Diesen Text habe ich soeben auch auf Facebook gepostet, in der Hoffnung, dass sich Ravensburger meldet. Einen Bitte zur Stellungnahme habe ich nicht formuliert, da ich sehen möchte, ob sie sich auch ohne Hinweis auf eine Stellungnahme äußern werden…

Vier Wochen Sylt oder Familienreha mal anders

Hm, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Knapp ein Jahr ist es nun her, dass es von mir hier den letzten Beitrag gab. Seitdem hat sich so viel getan.


Zuerst vielleicht das Wichtigste: Unser Maimädchen ist jetzt seit einem Jahr krebsfrei! Wir haben das erste Jahr geschafft. Ich bin so glücklich darüber!
Und weil dieses letzte Jahr so voller schöner Ereignisse war, bin ich gar nicht dazu gekommen, irgendetwas aufzuschreiben. Wir steckten einfach mittendrin im Leben. Wir sind wieder da und es gibt so wahnsinnig viel nachzuholen, so viel Alltag, aber auch so viel innehalten und nachdenken über das, was passiert ist. Im ganzen täglichen Gewusel gibt es immer wieder Momente, da wird mir ganz schwer ums Herz. Da kommt die ganze Angst, die Hilflosigkeit, die Verzweiflung, die Traurigkeit wieder hoch. Da frage ich mich, wie wir das alles geschafft haben. Und dann kommen die Momente, in denen die Kinder da sind, miteinander spielen, sich streiten und man schaut sie an und ist einfach nur dankbar für das, was ist.

Aber nochmal von vorn: Eigentlich sollte es diesen Beitrag schon am 3. April geben und eigentlich sollte dieser Beitrag etwas anders beginnen. Zum Beispiel mit: Heute sind wir endlich zu unserer langersehnten Familienreha aufgebrochen, oder: Nach einem Jahr Therapieende dürfen wir uns in der Reha erholen. Leider lief das aber nicht ganz so, wie wir uns das erhofft hatten. Also fange ich vielleicht doch nochmal von vorne an? Aller guten Dinge sind drei, oder? Ich versuche es einfach nochmal:

Nach einem Jahr Therapieende (Jippieh!) waren wir letzten Monat auf Sylt in der Syltklinik zur Familienreha. Die Syltklinik ist eine Rehaeinrichtung für Familien mit krebskranken Kindern. Wir waren dort mit über zwanzig anderen Familien untergebracht, die alle das Gleiche mitgemacht haben wie wir. Einige Kinder sind noch in der Therapie, einige sind gerade fertig geworden und wieder andere, wie wir auch, haben die Therapie bereits etwas länger beendet. Ziel der Familienreha ist es, nach der ganzen anstrengenden Phase der Therapie wieder Zeit gemeinsam als Familie zu verbringen, Zeit als Paar zu haben, den Kindern schöne Momente zu bereiten. Sowohl die erkrankten, als auch die Geschwisterkinder haben die Möglichkeit, Therapien zu bekommen oder verschiedene Angebote wahrzunehmen. Das geht von Ergotherapie, Physiotherapie über psychomotorisches Schwimmen oder Reiten bis zu Geschwisterprojekten, in denen die gesunden Geschwister, die in der Therapiezeit so viel zurückstecken mussten einfach mal für sich sind und auf niemanden Rücksicht nehmen müssen. Auch das Angebot für die Eltern ist sehr vielfältig und reicht von verschiedenen Sportmöglichkeiten über Entspannungstechniken oder Vorträgen zu verschiedenen Themen bis zum Mützen-Häkelkurs. Es ist wirklich für jeden etwas dabei.

Erste Ansicht der Klinik

Außerdem tut es gut mit Leuten zusammen zu sein, denen das Gleiche passiert ist. Man ist hier nicht „die Familie mit dem kranken Kind“. Du musst dich nicht erklären. Die Kinder, die hier herumlaufen sind glücklich. Und die Erwachsenen werden es auch. Es ist unglaublich mit anzusehen, welche Fortschritte die Kinder hier in vier Wochen in ihrer Entwicklung machen und es ist so schön zu sehen, wie Eltern, die am Anfang der Zeit noch ziemlich gehetzt und fertig aussehen, langsam in die Ruhe finden und fröhlicher werden.
Naja, nun heißt mein Bericht ja nicht umsonst „Familienreha mal anders“. Denn diese ganze Erholung, das Auftanken, Seele baumeln lassen, Kraft schöpfen ist bei uns leider nicht so ganz angekommen.
Wir waren krank. Und zwar nicht so ein bisschen mit Schnupfen und Hüsterken, sondern so richtig doof mit Spucken und 40° Fieber. Und auch nicht ein paar Tage, sondern insgesamt gut drei Wochen.
Ich versuche, es kurz zu machen: Direkt am ersten Abend fing der Vollmundjunge an. Zuerst sind wir davon ausgegangen, dass das alles vielleicht ein bisschen viel Aufregung für ihn war, aber nachdem wir die Nacht fast nicht zum schlafen kamen, war uns dann doch klar, dass er sich einen Magen-Darm-Infekt mitgebracht haben muss. Wie ich schon sagte, sind bei der Reha auch immer Kinder dabei, die noch unter Therapie sind oder gerade fertig sind und deren Immunsystem dadurch einfach noch sehr schwach ist. Wenn also sonst sowieso aufpassen angesagt ist, dann gilt es hier, richtig aufzupassen. Jeder Infekt muss gemeldet werden, Isolation ist angesagt und nach 24 h Symtpomfreiheit darf man wieder unter Menschen. Das erste Mal 24 h symptomfrei waren wir Freitag Abend (wir sind Mittwoch angekommen). Nach zwei Tagen erschien unsere Familie also das erste Mal gemeinsam am Essenstisch im Speisesaal. Wenige Stunden später war klar, dass das vorerst nicht wieder passieren sollte, denn nun waren das Maimädchen und ich an der Reihe. Das Spiel setzte sich fort. Jedesmal, wenn wir uns in Sicherheit glaubten, dauerte es keine 12 Stunden und der Nächste war dran. Im Endeffekt waren wir nach zwei Wochen durch und hofften, unsere Reha nun beginnen zu können.
Das Osterwochenende stand vor der Tür. Es gab ein paar tolle Angebote für die Kinder, das Wetter war grandios und wir fuhren mit der Familie raus. Die Kinder waren noch ziemlich schwach, deshalb haben wir es ganz ruhig angehen lassen. In der Nacht zum Ostermontag fing dann der Vollmondjunge wieder an. Diesmal hustete er und wir merkten auch schon, dass er ziemlich warm war. Fieber. Mittlerweile kannten uns die Schwestern von der medizinischen Abteilung schon ganz gut, wir meldeten uns wieder krank und waren erneut isoliert. Die letzte Reha-Woche brach ohne uns an.
Täglich hofften wir, dass das Fieber sinkt und wir noch etwas von der Woche mitnehmen konnten, aber den Gefallen tat uns das Fieber erst Donnerstag, sodass wir doch tatsächlich am letzten Freitag unserer Reha das erste Mal richtig Paar-Zeit genießen konnten. Während um uns herum langsam alles in Aufbruch-Stimmung kam, hatten wir das Gefühl, gerade anzukommen und uns erholen zu können. Die letzten Tage hatten wir dann noch ein paar wirklich tolle Gespräche mit anderen Eltern. Umso trauriger war ich, weil ich merkte, was ich in den letzten Wochen alles verpasst hatte.
Als wir am Dienstag die Abschiedsfeier hatten, habe ich es nicht geschafft, mit zu feiern. Ich bin an den Strand gegangen. Habe mir den Wind um den Kopf pusten und die Wellen um die Füße spülen lassen. Das war der erste Moment, an dem ich das Gefühl hatte, meinen Tank wieder füllen zu können.

Das Wetter am letzten Tag passte zur Stimmung.

Nun sind wir seit einer Woche wieder zu Hause. Der Alltag hatte uns schnell wieder im Griff. Irgendwie ist es genauso stressig wie vorher. Und doch ist es ein wenig anders.
Wie das immer so ist, verblassen die unschönen Ereignisse recht schnell und die Erinnerung an die schönen Tage überwiegt. Und auch, wenn der Kontakt zu den meisten Familien eher sporadisch war, weil wir uns in der ersten Hälfte der Reha fast nicht draußen blicken lassen konnten und wenn, dann immer nur einzeln, gab es doch einige sehr beeindruckende Kontakte.
Die Kinder sind gewachsen. Alle drei. Sie haben einen großen Sprung nach vorn gemacht.
Und wir Erwachsenen? Was nehme ich mit aus dieser Reha, die nicht wirklich eine war? Brauchte ich diese Erfahrung um endlich einzusehen, dass ich zu Hause Wege finden muss, um Kraft zu tanken? Natürlich habe ich das vorher schon versucht, aber ich hatte gehofft, durch diese Reha mit mehr Energie wieder in den Alltag starten zu können. Einfach mal nicht immer am Limit zu sein.
Ich bin mir noch nicht sicher, was ich aus diesen vier Wochen lernen soll. Ein paar Dinge sind offensichtlich: Wir haben ein paar Kleinigkeiten in unserem Alltag geändert, die uns helfen, den Tag ruhiger zu starten und zu beenden. Ich habe gelernt Mützen zu häkeln und Filzpuschen zu stricken.
Aber ich glaube, da ist noch mehr. Ich kann es noch nicht greifen, aber ich glaube, es hat mit den Menschen zu tun, die ich dort kennen gelernt habe. Mit der Art und Weise des Umgangs dort. Vielleicht werde ich das irgendwann in Worte fassen können. Solange denke ich einfach an sie, wenn ich meine moralischen fünf Minuten bekomme. Dann ist es leichter.

Und ich habe mir vorgenommen, wieder mehr zu schreiben. Das hat mir immer sehr gut getan und ich habe es im letzten Jahr sehr vermisst. Bis ganz bald also!

Mit diesem Poster wurde wir empfangen. Leider konnte ich nicht ganz ankommen. Mir fehlte einfach die Zeit . Dafür nehme ich diese Zeilen mit nach Hause. Hier tun sie genauso gut!

Danke A. für’s zur Verfügung stellen des Fotos!

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