Full-House mit Hund

Eine Familie mit 3 Kindern – ein Kinderspiel.

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Es geht weiter!

Auch wenn wir noch keine abschließende Beurteilung haben, können wir mit dem Ergebnis, das wir gestern telefonisch bekommen haben, erst mal weiter machen:
Das Tumorgewebe gehört nicht zur ganz fiesen Art! Mir fällt ein Stein vom Herzen! Es handelt sich um Gewebe intermediärer Malignität (grob gesagt: mittlerer Bösartigkeit). Das ist ein Ergebnis, das uns hoffen lässt. Das ist der am häufigsten auftretende Typ und gut behandelbar ist er grundsätzlich auch. Die Prognosen sind gut.
Die Einteilung in ein Stadium ist noch nicht abschließend geschehen, weil sich die Pathologen aus Kiel und Tübingen in einer Sache noch nicht ganz einig sind. Es ist noch nicht klar, ob bei der OP der Rand des Tumors vollständig entfernt wurde und somit ist noch nicht klar, ob wirklich eine Bestrahlung erfolgen wird. Im Moment erfolgt die Einteilung in Stadium III, wenn man von diesen sogenannten “tumorinfiltrierten Resektionsrändern” ausgeht. Mal schauen, wann wir da genaueres erfahren.

Immerhin konnten wir so heute mit der postoperativen Chemotherapie starten. Zusätzlich zum Stadium muss man die beidseitige Nephroblastomatose berücksichtigen, die die Therapiedauer stark verlängert.
In den nächsten acht Wochen findet nun wieder wöchentlich eine Chemotherapie statt und nach zwei Wochen Pause ändert sich der Rhythmus dann auf Chemo, Chemo, frei. Diese Therapie wird das nächste halbe Jahr in Anspruch nehmen. Danach erfolgt wahrscheinlich ein Jahr Chemotherapie im vier-Wochen-Abstand.

Wir sind also noch eine Weile mit Herrn Wilms beschäftigt.

12 von 12 im Juni 2017

Hier meine Sammlung der 12 von 12 aus dem Juni 2017. Viel Spaß beim Angucken, wenn ihr nicht schon den Tag über mit den Bildern gequält wurdet 😉

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Sonntagsbrötchen

Zur Normalität im Hause „Full-House“ gehört es auch, dass es ein gemütliches Sonntagsfrühstück gibt. Seit einiger Zeit bin ich dabei, sonntags immer frische Brötchen zu backen. Und so kam es, dass ich letztens ein Bild gepostet habe, auf das ich einige Reaktionen bekommen habe:

Ich freue mich schon jetzt wieder auf das Wochenende…

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Und zwar wollte die eine oder die andere das Rezept für die Brötchen haben. Da ich meine Rezepte generalstabsmäßig in Markdown speichere, ist das nur ein kleines Problemchen, das Rezept zum Besten zu geben. Damit nicht nur die Personen auf facebook etwas davon haben, gibt es hier mein Brötchenrezept.

Feedback und Erfahrungsberichte sind selbstverständlich Willkommen!

Wasserbrötchen

Menge Zutat Arbeitsablauf
275 g Wasser und
40 g Pflanzenöl und
14 g Salz und
14 g Zucker und
500 g Weizenmehl (405) und
14 g Trockenefe zu einem homogenen Teig kneten.
nasses Tuch über die Schüssel legen und über Nacht im Kühlschrank lagern.
Am nächsten Morgen je 90-95 g Teig zu Brötchen schleifen.
Während des Vorheizens (220 Grad Umluft) im Ofen gehen lassen.
Beim Erreichen der Backtemperatur stark mit Wasser befeuchten.
ca. 20 Minuten backen lassen – je nach gewünschtem Bräunungsgrad.

 

Drei Monate

Drei Monate – So lange leben wir jetzt schon mit Herrn Wilms zusammen.

Drei Monate – In denen unser Leben komplett umgekrempelt wurde.

Drei Monate – Ein viertel Jahr, das an uns vorbei gerauscht ist, während wir uns von Termin zu Termin in der Tagesklinik gehangelt haben.

Drei Monate – OP, Bluttransfusion, Chemotherapien, Fingerpiekse, MRTs, CTs, Sonographien. Und jetzt die große OP, in der die Tumore hoffentlich entfernt werden konnten.

Drei Monate – In denen diese kleine Kinderseele so viel mitmachen musste.

Drei Monate – In denen wir so viel Hilfsbereitschaft erfahren haben.

Drei Monate – Voll von Angst, Ungewissheit, Warten, Hoffen.

Ich wachse täglich über mich hinaus. Ich breche täglich unter der Last zusammen.

Wochenende in Bildern 03./04. Juni – Endlich wieder zu Hause!

Da der Herzkönig am Freitag ein ganztägiges Seminar hatte, ist er am Samstag früh aufgestanden und hat sich ins Büro verkrümelt. Das haben wir so eingeführt, damit nicht zu viel Büroarbeit für die nächste Woche anliegt. So ein Tag birgt halt noch ein wenig Nachbearbeitung. Das hieß für mich dann zwar etwas länger schlafen, aber dadurch war der Tag dann auch schon irgendwie zum scheitern verurteilt…

Als der Herzkönig um zehn wieder auftauchte, lief ich immer noch im Nachthemd herum. Dieses Bild will ich hier niemandem zumuten. Dafür waren die Kinder angezogen und wir hatten schon gefrühstückt. Zeit, um mit Papa zu spielen.

Ich setzte mich hin und plante das Wochenende. Da unsere Vorräte langsam schrumpften, musste Nachschub her. Außerdem liegt ja auch sonst immer etwas an oder muss abgearbeitet werden.

Währenddessen kam das Vollmondbaby auf die Idee, sich hinzustellen! Das ging jetzt echt fix 😮

Und beim Einkaufen durfte er dann auch das erste Mal im Wagen sitzen. Honigkuchenpferd ist noch untertrieben… Ich würde sagen, es hat ihm Spaß gemacht.

Zum Mittag gab es schnelle Pizzabrötchen. Wir waren ja nun schon spät dran. Zieht sich dann schnell mal nach hinten, wenn man meint, etwas länger schlafen zu können.

Die Variante mit der Barbecue-Sauce war echt lecker!

Am Nachmittag blieb dann noch Zeit, das Gästezimmer von den Umzugskartons mit Kinderkleidung zu befreien und ein neues Fliegengitter anzubringen.

Sieht man nicht? Ist ja auch Sinn der Sache 😉

Seitdem wir hier wohnen und ich in den ersten zwei Wochen Bekanntschaft mit diversen Spinnen gemacht habe, deren Größe mich nachhaltig schockiert hat, geht hier kein Fenster auf, an dem nicht ein Fliegengitter befestigt ist. Dummerweise reicht das nicht aus, um das Haus spinnenfrei zu bekommen. Hilft aber, um sich ein wenig in Sicherheit zu fühlen. Ich weiß, ich muss da mal ran…

Zum Abschluss ging es noch mal an den Schreib- oder besser Esszimmertisch, um ein wenig Bürokram aufzuarbeiten.

Der Schreibtisch ist leider noch nicht zugänglich, da von Kartons umstellt. Das ist wohl meine zweite Baustelle: Ausmisten und Ordnung halten.

Der Sonntag begann, wie mittlerweile eigentlich immer, mit frisch gebackenen Brötchen. Nach drei Wochen Brötchenverzicht schmeckten sie noch viel besser!

Zwischendurch beobachteten wir ein Reh, das sich im Nachbargarten verirrt hatte und über das Feld flüchtete.

Das ist der schöne Teil der heimischen Tierwelt hier…

Dann fiel uns auf, dass wir für’s Essen heute und morgen vergessen hatten, die Hefe-Vorräte zu überprüfen. Dank eines super funktionierenden Netzwerkes hier im Ort hat es aber keine halbe Stunde gedauert, bis ich welche organisiert hatte.

Beim Sauber machen konnte ich dann die aktuellen Interviews des Stefan-Hiene-Kongress hören.

Im letztem Jahr habe ich dieses Format für mich entdeckt und mich seitdem durch diverse Themenbereiche gehört und geguckt und eine ganze Menge für mich mitgenommen.

Am späten Nachmittag rollte dann ein Auto aus der alten Heimat vor die Tür.

Eine der Herzensfreundinnen hatte sich kurzfristig angekündigt und wurde nun herzlich empfangen.

Wie am Wochenende sehr häufig, gab es dann heute wieder Pizza.

Jedes Mal wieder lecker.

Zum Abschluss des Tages machte ich mit der Großen, dem Vollmondbaby, dem Hund und natürlich der Herzensfreundin noch einen ausgiebigen Spaziergang bei allerschönstem Sonnenschein.

Es tat so gut, mal wieder persönlich zu reden und nicht immer nur zu telefonieren. So wurde es dann auch ein später Abend.

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es hier.

 

 

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Geduld

Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld.

Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt.

Quelle: Wikipedia

Die histologischen Ergebnisse sind noch nicht da.

Macht es einen Unterschied? Für dieses Wochenende nicht. Für die weitere Therapie ja. Aber die wird sowieso irgendwann beginnen. Heute scheint die Sonne. Die Kleinen spielen friedlich.

Am Anfang des Jahres, noch bevor dieser ganze Schrecken begann, hatte ich das Gefühl, dass dieses Jahr etwas passieren würde. Irgendwie sagte mein Bauch mir: Du wirst dich verändern, dein Leben wird sich verändern.

Da sollte mein Bauch wohl recht behalten. Ich nehme die Veränderung an und werde mich in Geduld üben. Dies ist nicht das erste und nicht das letzte Mal. Wahrscheinlich geht es mit Geduld einfacher.

Zu Hause!

Nach 16 Tagen Krankenhaus bekamen wir gestern tatsächlich das OK, nach Hause zu fahren! Das Sono der Nieren zeigt eine (wenn auch nur geringe) Verkleinerung des Hämatoms und die Blutwerte sind zufriedenstellend. In der Nacht von Sonntag auf Montag brauchte das Maimädchen kein fiebersenkendes Mittel. Beste Voraussetzungen!

So räumten wir dann Mittags das Krankenzimmer, damit eine neue kleine Patientin einziehen durfte. Danach ging es weiter ins Ronald McDonald Haus, um auch dort die Koffer zu packen. Da gestern sehr viele Patienten entlassen wurden, sind auch hier viele Zimmer frei geworden und wir brauchten uns nicht beeilen. Unser Papa hat die Zeit genutzt, um wieder ein wenig vor zu schlafen und ich versuchte in der Zeit, die Sachen zu packen. Mit drei Kindern ein schwieriges Unterfangen… Letztendlich war ich dann nach 18:00 Uhr soweit fertig. Nach einer schnellen Zimmerreinigung haben wir unsere restlichen Essensvorräte gepackt und waren dann um 20:00 Uhr bereit zur Abfahrt. Auf nach Hause!

Um halb sechs heute Morgen erreichten wir dann unser komplett ergrüntes zu Hause. Glücklicherweise ließen die Kinder uns noch vier Stunden schlafen. Den restlichen Tag haben wir mit Ankommen und Taschen auspacken verbracht. Die Herzensfreundin hat uns ein kleines Survival-Kit zusammengestellt, sodass wir heute nicht mal einkaufen mussten! Im Kühlschrank befand sich neben frischem Gemüse sogar noch etwas Nervennahrung. Hat funktioniert 😉

Groß war die Freude auf allen Seiten, als wir heute Mittag unseren Hund abgeholt haben. Endlich wieder komplett!

Leider hat unser Maimädchen heute Nachmittag schon wieder Fieber bekommen. Nach Rücksprache mit den Ärzten in Tübingen entscheiden wir uns aber für Beobachten. Es war ja doch recht anstrengend gestern, vielleicht ist morgen schon alles wieder ok.

Am Freitag haben wir den nächsten Termin in der Tagesklinik. Bis dahin lassen wir es hier langsam angehen.

Wochenende in Bildern 27./28. Mai – Und noch ein Wochenende in Tübingen…

Wir sind immer noch in Tübingen.

Am Freitag hieß es, dass die Ärzte an ihrem Plan, uns am Samstag nach Hause zu schicken, festhalten wollten, wenn die Entzündungswerte im Blut zurückgehen und das Sono der Nieren positive Ergebnisse bringt.
In einer Niere hat sich ein Bluterguss gebildet, wodurch die leicht erhöhten Werte erklärt werden könnten. Vielleicht hat das Maimädchen aber auch nur einen banalen Infekt, durch den das Fieber hervorgerufen wurde. Wir sind alle leicht angeschlagen und das Vollmondbaby schnöddert vor sich hin. Zur Absicherung wurden natürlich Blut und Urin untersucht.

Der Samstag startete mit einem Frühstück mit Blume in unserem “zu Hause”. Hier wird regelmäßig für frischen Tischschmuck gesorgt.

Wie jeden Tag ging es dann wieder los ins Krankenhaus.

Händedesinfektion ist bei Betreten des Krankenhauses ein Muss.

Warten auf den Fahrstuhl.

Ich weiß nicht, ob ich jemals so viel Fahrstuhl gefahren bin, wie in den letzten zwei Wochen. Mittlerweile gehe ich so oft es geht Treppen, weil ich andauernd das Gefühl habe, noch im Fahrstuhl zu stehen. Allerdings sind mir fünf Stockwerke mit Baby auf dem Rücken dann doch zu anstrengend.

Im Zimmer ist heute morgen schon die neue Eisenbahn aufgebaut worden und wird fleißig bespielt.

Kurz nachdem wir ankamen, musste das Maimädchen zum Sono. Das Laufen klappt schon ziemlich gut.

Ich wartete mit den anderen beiden Kindern draußen und wir bewunderten die Modelleisenbahn, die hier aufgebaut ist. Es gibt so viele kleine Details zu entdecken.

In jedem Wartebereich gibt es hier etwas für die Kinder: Schiffe, Busse, Eisenbahnen und Motorräder aus Holz zum Spielen und Klettern, ein Salzwasseraquarium oder eben diese Modellbahn.

Und weil das Maimädchen unbedingt noch in die Sonne möchte, sind wir noch etwas raus gegangen.

Hier ist der Sommer ausgebrochen. Komisch, so ganz ohne Wind. Sind wir irgendwie nicht mehr gewohnt 😉

Als wir uns dann auf den Weg zum Mittag machten,

kamen die Ergebnisse: Die Entzündungswerte sind gefallen und das Hämatom hat sich nicht vergrößert. Trotzdem entschieden die Ärzte sich, uns über’s Wochenende hier zu behalten. Finde ich super! Ich hatte ordentlich Respekt vor der langen Autofahrt mit dem fiebernden Kind und habe uns am Sonntag schon wieder in der Klinik in Kiel gesehen, weil das Fieber nicht sinkt.

Am Nachmittag gab es dann noch einen Mini-Ausflug, um den Hubschrauberlandeplatz anzuschauen

und am Abend ging es zu Aldi, um für die letzten Tage nochmal einzukaufen.

Als Aldi-Nord-Käufer bei Aldi-Süd einzukaufen ist witzig. Teilweise handelt es sich um die gleichen Produkte, die nur eine andere Verpackung haben. Ich habe aber das Gefühl, das Sortiment ist ein bisschen größer und ähnelt mehr der Produktbreite von Lidl.

Am (sehr) späten Abend telefonierte ich dann noch mit einer der Herzensfreundinnen.

Sie erzählte unter anderem vom Nachtreffen. Dank WhatsApp machen auch einige Bilder die Runde. Schöne Fotos, schöne Geschichten. Schönes Telefonat!

Der Sonntagmorgen begann mit geschenkten Erdbeeren zum Frühstück. Danke!

Wir wurden von einem Blasorchester geweckt, dass irgendwo in der Nähe ein Ständchen gegeben hat. Während des Frühstücks habe ich erfahren, dass hier Bläser am Wochenende hin und wieder vor den verschiedenen Kliniken spielen. Einfach so. Um den Leuten eine Freude zu machen. Und da sehe ich sie auch zu ihrem nächsten Spielort ziehen.

Am Nachmittag kamen das Maimädchen und unser Papa uns besuchen! Aufregend! Und bei strahlendem Sonnenschein durfte das Eis natürlich nicht fehlen.

Die Große holte sich beim Stolpern einen blutenden Zeh. Das minderte die Freude über den Besuch dann ein wenig, doch mit Pflaster war der Schmerz auch schon fast vergessen.

Am Abend wurde mit der zweiten Herzensfreundin telefoniert. Und das Vollmondbaby fing an zu krabbeln!

Die dritte Herzensfreundin wurde leider nur per WhatsApp kontaktiert, dafür ist sie aber diejenige, die ich nächste Woche (hoffentlich) wieder in die Arme schließen kann!

Nach diesem Wochenende sage ich vielleicht für’s vorerst letzte Mal: “Gute Nacht Tübingen!”

Morgen werden wir mehr wissen.
Heute Abend hat das Maimädchen kein Fieber mehr!

 

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es hier.

Klassentreffen

20 Jahre Abitur. Wie die Zeit verfliegt! Was für ein schöner Grund, zu feiern!

1997. Abi geschafft. Was für ein tolles letztes Schuljahr mit diversen Partys, einer genialen Abschlussfahrt, der Spannung vor den Abiturprüfungen und dem Abiball als Abschluss der gemeinsamen Schulzeit.

Danach strömten wir hinaus in die Welt, die einen blieben nah dran, die anderen zog es weiter weg. Wir trafen uns nach einem Jahr, nach fünf Jahren und nach zehn Jahren und immer war es interessant zu hören, was so aus allen geworden ist. Wer hat wen geheiratet, wer hat Kinder, was macht ihr gerade so? Und immer wieder war es überraschend, was aus manchen Leuten geworden ist.

Heute feiert ihr 20 Jahre Abitur.
Auch in meinem Leben ist ein bisschen was passiert. Nach einem Umweg über eine Ausbildung in Münster ging es nach Hamburg. Dort habe ich dann tatsächlich mit 25 noch studiert. Wollte ich eigentlich nie und doch bin ich nun Apothekerin. Dann ging es nach Kiel und nun wohne ich mit meinem Mann (ja, es ist immer noch der DJ von vor 22 Jahren <3), meinen drei Kindern und einem Hund irgendwo in Schleswig-Holstein auf dem Land.
Bis vor Kurzem hätte ich euch erzählt, dass ich der glücklichste Mensch auf der Welt bin.
Heute sieht das ein wenig anders aus, denn am 10. März haben wir die Diagnose bekommen, dass unsere mittlere Tochter Krebs hat. Beidseitiger Wilms-Tumor. Ziemlich doofe Sache.

Das ist der Grund, warum ich heute nicht bei euch bin, nicht mit euch in alten Erinnerungen schwelgen kann, alte Fotos angucken kann und lachen über uns und die Zeit damals, die so unbeschwert war.

Habt einen wundervollen Abend, erzählt euch alte Geschichten und neue Lebenswege. Tanzt nach den alten Liedern, singt mit und feiert ordentlich! Beim nächsten Mal schaffe ich es vielleicht auch wieder. Bis dahin sage ich es mit Fury:

“Won’t forget these days!”

Rückschritt

Nachdem wir gestern einen wirklich guten Tag hatten, mit viel Laufen und viel Lachen, bekamen wir schnell den nächsten Dämpfer.

Als wir gestern Abend aus dem Spielzimmer zurück kamen und das Maimädchen wieder an die Überwachung angeschlossen haben, stellten wir fest, dass sie eine erhöhte Herzfrequenz hat. Zusätzlich hatte sie Fieber.
Beides hat sich bis heute nicht gebessert und das Fieber steigt teilweise über 39°. Mit Blut- und Urinproben wird nun nach der Ursache gesucht.

Die Entlassung rückt wohl wieder in die Ferne…

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